Nanjing – Neoadjuvante Chemoradiotherapie in Kombination mit einer Resektion senkt die Mortalitätsrate bei ösophagealen Adenokarzinomen stärker als die chirurgische Intervention alleine. Dies fanden Forscher um Hai-Lin Jin von der medizinischen Universität in Nanjing heraus. Ihre Ergebnisse veröffentlichte das World Journal of Gastroenterology (doi/10.3748/wjg.15.5983).
Ösophageale Tumore gehören zu den häufigsten Krebserkrankungen weltweit. Die operative Behandlungsmaßnahme alleine bringt nach Angaben der Arbeitsgruppe keine befriedigenden Ergebnisse.
Die zusätzliche neoadjuvante Chemoradiotherapie war bisher stark hinterfragt. Es blieb unklar, ob Patienten mit resektierbarem Ösophagus-Karzinom aus neoadjuvanter Chemoradiotherapie einen Nutzen ziehen können.
Die Forscher aus China wählten 1.308 Patienten aus elf randomisierten Studien aus. Die Ergebnisse zeigen, dass die neoadjuvante Chemoradiotherapie die Überlebensrate im Vergleich zur Resektion allein verbesserte.
Die Ausnahme bildet eine histologische Untergruppe, die squamösen ösophagealen Zelltumore, die von der neoadjuvanten Chemoradiotherapie nicht profitieren konnten.
© ´hil/aerzteblatt.de
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