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Medizin · News

22.01.2010
Forscher entdecken epigenetische Unterschiede bei Leukämien

New York – Epigenetische Differenzen bei Subtypen der akuten myeloischen Leukämie könnten sich auf die Behandlungsmöglichkeiten auswirken. Diese Erkenntnisse gewannen Wissenschaftler um Ari Melnick von der Weill Cornell Universität in New York. Sie publizierten ihre Ergebnisse in der Fachzeitschrift Cancer Cell (Doi:10.1016/j.ccr.2009.11.020).

Genetisch ähnliche Leukämieformen reagieren unterschiedlich auf dieselbe Therapie. Das war bislang unerklärbar. Die Forscher entdeckten nun was diese Leukämietypen voneinander unterscheidet, indem sie die epigenetischen Differenzen bei Patienten mit akuter myeloischer Leukämie (AML) bewerteten. Unter epigenetischen Vorgängen versteht man Entwicklungen, die auf der Grundlage genetischer Anlagen durch Umwelteinflüsse gesteuert werden.

Sie fanden heraus, dass die unterschiedlichen Krankheitsverläufe von spezifischen epigenetischen Modifizierungen des Patienten abhängen. Die Forscher studierten einen speziellen epigenetischen Marker, die DNA-Methylierung, die für die Kontrolle des genetischen Erscheinungsbildes relevant ist.

Die Wissenschaftler untersuchten die DNA-Methylierung von 14.000 Genen in 344 Patienten mit AML. Diese Patienten teilten sie gemäß ihres DNA-Methylierungs-Profils in 16 verschiedene Gruppen ein. Fünf dieser Gruppen stellten völlig neue AML Subtypen dar, die bis auf die Methylierungen keine weitere Gemeinsamkeit hatten.

Außerdem entdeckten die Forscher eine Reihe von 45 Genen, die fast alle methyliert in AML-Patienten vorliegen. Die Methylierung dieser Gene ist wesentlich häufiger als jede andere genetische Veränderung, die mit AML zusammenhängt und könnte neue Wege zu einer effektiveren therapeutischen Behandlung der AML darstellen.

"Die Ergebnisse haben das Potenzial, um Ärzten zu helfen, ungeachtet dessen ob ein Patient eine relativ leichte oder schwerwiegende Leukämie hat, eine angemessene Therapie zu finden“, erklärte Melnick. © hil/aerzteblatt.de



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Abstract der Studie
Weill Cornell Medical College


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