Der Titel "Dr. med." – das Sahnehäubchen des Studiums. Viele Mediziner promovieren. Vor Beginn einer Promotion sollte sich der Studierende bewusst sein, dass sich viele Arbeiten, die „todsicher in einem halben Jahr zu schaffen“ sind, als aufwendig entpuppen. Es lohnt sich also, ein paar Gedanken an das Thema zu verlieren.
Wichtig ist: Es muss Interesse für Fach und Thema der Doktorarbeit vorhanden sein. Neben der Thematik ist das Design der Arbeit ein wichtiger Faktor. Die Anfertigung einer experimentellen Arbeit ist in der Regel vom Zeitaufwand weniger kalkulierbar als eine statistische Arbeit, die bereits vorhandene Patientendaten auswertet. Darüber sollte sich der junge Forscher im Klaren sein.
Der entscheidende Punkt ist ein zuverlässiger Betreuer. Vor Beginn der Doktorarbeit macht es Sinn, sich bei Kommilitonen umzuhören.
Ist die Promotion nur um des Titels willen? Dann lohnt es sich nicht, ein aufwendiges Thema zu bearbeiten. Wer eine Laufbahn im universitären Bereich anstrebt, sollte andere Schwerpunkte setzten. Thema und Doktorvater sind dann wichtiger.
Und wenn es nicht klappt mit dem Titel ist es auch kein Beinbruch: Herr oder Frau Doktor nennen die Patienten ihren Arzt auch ohne Promotionsurkunde.
Medizinische Dissertation: Was sollten Promotionsbetreuer beachten? – Worauf sollten Studierende achten?
Dewey, Marc