Ho Chi Minh City – Die Rate des CD4-T-Zell-Niedergangs kann bei der Prognose der klinischen Manifestation einer AIDS-Erkrankung nicht helfen. Jedoch ist sie ein Anhaltspunkt für den Beginn einer antiretroviralen Therapie.
Zu diesen Erkenntnissen gelangten Forscher um Marcel Wolbers von der Oxford University Clinical Research Unit. Sie publizierten ihre Ergebnisse in der Fachzeitschrift PLoS Medicine (doi:10.1371/journal.pmed.1000239).
Wolbers und seine Kollegen analysierten Daten von mehreren tausend Kohorte-Studienteilnehmern mit dem humanen Immundefizienzvirus (HIV). Sie fanden heraus, dass eine sinkende Anzahl von CD4-Zellen im Blut die Vorhersagegenauigkeit des Zeitpunkts an dem sich die HIV-Erkrankung klinisch manifestiert nicht verbessert. Dies sei zumindest bei den Patienten mit einer CD4 Zellzahl über 350 Zellen pro Mikroliter der Fall.
Die Wissenschaftler stellten fest, dass „die Ergebnisse dieser Studie stark darauf hinweisen, dass Kenntnisse der gegenwärtigen CD4-Zellzahl und eine Bewertung anderer bestehender Risikofaktoren für das Fortschreiten der AIDS-Krankheit ausreichen, eine kombinierte antiretrovirale Therapie bereits bei symptomfreien HIV-positiven Patienten zu beginnen.“
© hil/aerzteblatt.de
Weitere News
|
Archiv
» Mai 2010
» Mai 2009
» Mai 2008
» Mai 2007
» Mai 2006
|